Darjeeling, das andere Indien

Darjeeling, das andere Indien

Was gibt es Schöneres als ein Bergfest in den Bergen zu verbringen. Nach 3 Wochen Einsatz gönnten wir uns ein Wochenende im Darjeeling. Mit dem Nachtzug ging es nach indischem Standart luxuriös im Viererabteil am Freitagnacht auf Reise. Das Abteil war so gut klimatisiert, dass wir uns die Decken bis über beide Ohren zogen und trotzdem bibberten.

Nachtzug

Mit einer Stunde Verspätung , dass sind wir ja von Deutschland her schon gewohnt , erreichten wir Siliguri , wo schon ein junger Driver auf uns wartete und dann ging es bei strahlenden Sonnenschein drei Stunden entlang endloser Teeplantagen , Wälder, Dörfer in die Berge des Himalaja.Unsere erste Station war das alte buddhistische Kloster in Ghum, in welchem heute noch tibetanische Mönche ausgebildet werden.

Junger Mönch

Bekannt ist der Ort aber mehr durch seinen in der Welt am höchsten gelegenen Bahnhof des Darjeeling Himalayan Railways, mit 2258m Höhe. Der Zugstrecke zieht sich entlang der Strassen und kreuzt diese unentwegt ohne Schranken oder ähnliche Vorrichtungen. Bei uns unvorstellbar! In Darjeeling konnten wir dann auch die Dampflock auch noch in Aktion bewundern, wie sie zuckelnd und pfeifend ihre schmale Spur zog. Sie zählt übrigens zum Weltkulturerbe.

…so oft fährt die Bahn aber nicht ! Das weiss sie- hoffentlich !

Am meisten zog es uns aber in die Teeplantagen. Die Erntesaison ist leider schon beendet. Aber nach der köstlichen Verkostung von diversen Teequalitäten und einem herrlichen Blick über die wundervolle Landschaft riss der wolkenverhangene Himmel plötzlich auf und wir waren fasziniert von den schneebedeckten Gipfel des Kanchendzonga , dem höchsten Berg Indiens und dem Dritthöchsten der Welt mit 8598 m. Wir genossen die Weite, die Ruhe und badeten unsere Augen im satten Grün und im Duft der Teepflanzen.

Am Sonntagmorgen um 4 Uhr holte uns unsere Fahrer schon wieder ab , um mit uns zum Tiger Hill zu fahren. In einem pilgerartigen Strom bewegten wir uns auf dem Gipfel , in der Hoffnung den Sonnenaufgang und vielleicht auch das Everestmassiv in den ersten Sonnenstrahlen zu erleben. Um 5.59 Uhr ging ein Raunen durch die Menge ,als das Morgenrot durch einen Spalt der Wolkendecke drang….

—allein waren wir nicht …..

Zurück im Hotel wurden wir nach einem kleinen Frühstück mit köstlichen Darjeelingtee dann wieder mit einem faszinierenden Wolkenspiel und dem wechselnden Blick auf die schneebedeckten Berge belohnt. Danach bummelten wir noch durch den Ort, der in den letzten Jahren leider an seiner Ursprünglichkeit durch viele Hotelneubauten verloren hat.

Blick aus unserem Hotel

Aufgetankt mit frischen Lungen und schönen Landschaftsblicken kamen wir am Abend wieder in unserem vertrauten Moloch Kalkutta an und waren erfüllt von unserer Reise .

Ina und Bettina aus Kalkutta


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